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Show des Sports 2014 2017-01-13T17:28:03+00:00

Zuschauen, mitfiebern, mitmachen: Die 15. Show des Sports bildet die Vielfalt der münsterischen Vereinsangebote ab

Wer hier auftreten darf, sportelt die verständliche Nervosität einfach weg. Das gelang einmal mehr den vornehmlich jungen Mitgliedern aus sechs münsterischen Vereinen, die die 15. Show des Sports am 7. November 2014 in der Halle Berg Fidel mit Leben füllten. Vor 2200 Besuchern sein Können darbieten zu können, ist eine echte Herausforderung, an der man wächst. Und wird stets zu einem Höhepunkt des Sportjahres. Für Aktive und Zuschauer.

„Fühlen sie sich als unsere Ehrengäste“, hieß mit Jochen Temme der Vorsitzende des Stadtsportbundes Münster die Eingeladenen willkommen, denn der Abend galt ihnen und ihrer Arbeit. Das Dankeschön an das Ehrenamt kommt immer als bunt gemischte Präsentation dessen daher, was ehrenamtliche Arbeit zu leisten vermag. Und stellt zudem diejenigen ins Licht, die sich täglich als Schwungräder an der Basis bewähren.

Temme hatte zum 13. Mal seinen Co-Moderator Matthias Menne (Antenne Münster) an seiner Seite und verknüpfte per Mikrophon das vielfältige Programm. Das Duo präsentierte sieben sportliche Darbietungen von sechs münsterischen Clubs – die jungen Damen aus denselben waren überdeutlich in der Überzahl, die jungen Männer Münsters widmen sich wohl lieber den klassischen (Ball-)Sportarten. Der TSC Münster-Gievenbeck trat mit zwei Gruppen auf. Seine in der Jugendverbandsliga wettbewerbsmäßig startende Jazz- und Modern-Dance-Formation gewährte einen Einblick in ihre Moderne, die Geräteturnerinnen zeigten sich vor allem beim Bodenturnen.

Dieser Verein gehört einfach zur Show“, begrüßte Menne den Dauerbrenner. Aus dem Lebenshilfe-Tanzprojekt „Funky Movements“ wurde 2011 der eingetragene Verein Funky, der sich in Münster der Inklusion im Bereich Tanz und Bewegung widmen. Dieses Mal war der Ahlener Rapper Sonic dabei, mit dessen Auftritt die Funky-Tanzeinlage zum Helene-Fischer-Hit „Atemlos“ gezielt kontrastreich beendet war.

Großen Applaus erntete der Kinderzirkus „Amelino“, den Grün-Weiß Amelsbüren vor acht Jahren gründete. Sechs- bis Neunjährige und Neun- bis 19-Jährige treffen sich einmal pro Woche, um das Turnen und Jonglieren, das Einradfahren oder Balancieren in zirzensische Bilder zu fügen. In Berg Fidel war pausenlos Bewegung auf dem Mattenrechteck, bis alle 24 Mädels unter einem Riesentuch verschwanden, das wie ein kleines Zirkuszelt wirkte. GWA gelingt es augenscheinlich, über das jedes Kind faszinierende Thema Zirkus nachhaltig zur Bewegung zu locken.

Die traditionelle Sportart Rhythmische Sportgymnastik kann auch fernab von Regeln und Wertungen dem Publikum gefallen, das dokumentierte die TG Münster mit einer Zeitreise durch diverse Jahrzehnte. Zur passenden Musik und in passenden Kostümen zeigten die Sportlerinnen ihr tänzerisches Format mit den Handgeräten. Wie bei den Akrobaten von Wacker Mecklenbeck gab es beim Bouncerball-Team des SC Nienberge doch ein paar Jungs in Aktion. Die SCN-Mannschaft ist in ihrem Sport als dreimaliger Deutscher Meister sehr erfolgreich. Bouncerball ähnelt dem Hockey, aber hier wird ein leichter Plastikball mit Styroporkopf-Schlägern über das Feld getrieben. Das laufintensive Spiel stellt an die technischen Fertigkeiten hohe Anforderungen. Zum Ausprobieren nicht nur dieses Angebots gab es Zeit genug in der Pause, die vor allem die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer eifrig nutzten.

Fotos der ‚Show des Sports‘ in der Sporthalle Berg Fidel (in der Reihenfolge des Programmablaufs) – zum vergrößern Bild anklicken

Fotos: Martin Weygardt, Münster