Frauen im Sport


Nicht einmal ein Viertel der Führungspositionen in den nordrhein-westfälischen Bünden und Verbänden ist aktuell mit Frauen besetzt. Und auch auf der Ebene der Sportvereine ist das weibliche Geschlecht in den Führungsgremien deutlich unterrepräsentiert. Um das zu ändern, rief der Landessportbund NRW ein spezielles Coachingprogramm mit unterschiedlichen Bausteinen ins Leben. Denn kein Verein, Verband oder Sportbund kann mehr ohne das Engagement seiner weiblichen Mitglieder auskommen. Dies gilt für alle Bereiche der Organisation – auch für das Management. Frauen, die in ihrem Verband, Sportbund oder Verein Verantwortung übernehmen möchten, benötigen Unterstützung und die für sie richtigen Voraussetzungen. Für beides sorgt „Frauen in Führung“ mit dem dazugehörigen Projekt „Mentoring im Sport“.

Mut machen für Engagement im Ehrenamt

Auch der Stadtsportbund Münster ist hier aktiv. Schon frühzeitig wurde die Gründung eines sich selbstragenden Netzwerkes für Frauen im Sport, „Sportlich. Weiblich. Am Start!“ in Angriff genommen – in Kooperation mit dem Programm Frauen in Führung (FiF) des Landessportbundes NRW (LSB). Das Projekt soll Frauen und Mädchen Mut machen, sich auf die Herausforderungen des Ehrenamtes mit Führungsverantwortung einzulassen. Wichtiges Instrument dazu ist eine Datenbank, in der weibliche ehrenamtliche Ansprechpartnerinnen aus dem Stadtgebiet finden, die bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dieser Münsteraner Weg setzt zunächst auf das Kennenlernen und den Erfahrungsaustausch der Frauen untereinander. Sicherheit, Reflexionsmöglichkeiten und Effektivitätssteigerung beim ehrenamtlichen Engagement in den Vereinen Münsters sollen sich daraus ergeben.

In mehreren Workshops zu unterschiedlichen Themen wurden bereits hilfreiche Möglichkeiten etwa zu den Themen Führungsinstrumente oder Zeitmanagement vermittelt. Und auch die Datenbank nimmt langsam Formen an.

Ansprechpartnerin

Claudia Aßkamp
stellv. Vorsitzende SSB Münster
claudia.asskamp@stadtsportbund-ms.de