Festlich, stimmungsvoll, spektakulär: 48. Ball des Sports mit gelungenen Spagat

Festlich, stimmungsvoll, spektakulär:

48. Ball des Sports mit gelungenen Spagat

Die 48. Auflage des Ball des Sports in der erneut mit 1.500 Gästen ausverkauften Halle Münsterland brache neben vielem Bewährten auch eine Reihe von Änderungen: Ein gestrafftes Programm mit weniger Masse und deutlich mehr Klasse sowie neben reichlich Ballmusik auch tanzbare Musik für die jüngere Generation: Spätestens gegen 2 Uhr in der Frühe, also noch viele 100 Gäste kräftig weiterfeierten, war klar: Der Spagat zwischen einem Angebot für die vielen Stammbesucher des Balls und die Generation der jüngeren Sportler gelang.

Die Besucher erlebten zum 35. Mal den SSB-Vorsitzenden Jochen Temme als wie immer gut aufgelegten Moderator und zugleich eine Premiere: Die Sportlerehrung der Stadt Münster durch Oberbürgermeister Markus Lewe wurde erstmals von Thorsten Imsieke vom Sportamt moderiert. Er bestand ebenso die Feuertaufe wie die neue Band „J. J. Fetzer & Friends“, die im Wechsel mit DJ Jürgen Fetzer die durchweg gut gefüllte Tanzfläche beschallte.

Spektakulär waren die kraftvolle Callisthenics-Darbietung der „Beast Brothers“ ebenso wie die Mitternachts-Show von Dustin Warré, der nicht nur mit rockigen Songs glänzte, sondern dabei auch noch eine atemberaubende Einradshow aufs Parkett legte. Die Gäste belohnte die Profikünstler mit lautstarkem Applaus, doch für die Lokalmatadoren der TG Münster gab es sogar Standing Ovations: Ihren kurzweiligen Mix aus Rhythmischer Sportgymnastik, Turnen und Trampolinturnen hatte die Showtruppe unter Leitung von Felix Richter schon bei der Show des Sports im November letzten Jahres und beim Neujahrsempfang des Vereins dargeboten. Doch in der Halle Münsterland „rockten“ die Show-Einlagen, u. a. auf einer Airtrack-Bahn und zwei Großtrampolinen, ganz besonders.

Geehrt wurden beim Ball wieder nahezu 200 erfolgreiche Sportler, die im Jahr 2017 u. a. als Westdeutsche Meister erfolgreich waren, bei den Deutschen Meisterschaften Titel und Medaillen errangen, als Bundessieger bei „Jugend trainiert für Olympia“ erfolgreich waren oder sogar Titel bei Welt- und Europameisterschaften mit in die Domstadt brachten wie die Asse des Rudervereins Münster oder Triathlet Patrick Dirksmeier.

Friedensreiter geht an sechs verdiente Ehrenamtler

Jochen Temme, der Ehrenvorsitzende Professor Günter Willmann und Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, zeichneten beim Ball sechs verdiente Ehrenamtler mit der Friedensreiter-Plakatte des SSB aus:

Gisela Baarlage: Die 69-Jährige Gisela Baarlage vom Hüneburger TC war beruflich als Chefsekretärin tätig. Sie ist Mitbegründerin des Tennisvereins aus dem Stadtteil Hiltrup. Seit 1986 ist sie als Vorstandsmitglied für ihren HTC tätig, also mehr als drei Jahrzehnte. Insbesondere nach dem Neubau der stets top gepflegten Vereinsanlage an der Hünenburg hat sie sich um die 250 Neumitglieder gekümmert. Bis heute ist ihr der persönliche Kontakt sehr wichtig. Darüber hinaus gilt für sie das Sprichwort: „Wer schreibt, der bleibt“. Denn Gisela Baarlage ist inzwischen bereits als 27 Jahren als Schriftführerin des HTC aktiv.

Astrid Markmann: Die 49-jährige gelernte Goldschmiedin ist seit 1974 Vereinsmitglied beim SC Nienberge. Astrid Markmann ist seit 2008 Vorsitzende des DJK-Bildungsausschusses auf Bundesebene und seit 2012 als Präsidentin des DJK-Landesverbandes NRW aktiv. Eine ehrenamtliche Bilderbuchkarriere. Seit 2006 ist sie die Vorsitzende des großen Stadtteilvereins, der eine kommunale Sportanlage übernommen hat. Den SSB Münster vertritt sie im Präsidialausschusses Breitensport im LSB. Ehrungen? Viele. Etwa das Ehrenzeichen des DJK-Verbandes in Gold, der Gleichstellungspreis des DOSB und 2011 das Bundesverdienstkreuz.

Johannes Möllers: Der 77 Jahre alte Johannes Möllers ist seit 1993 Mitglied der Behinderten-Sportgemeinschaft Amelsbüren. Er war lange Jahre Beisitzer und Schriftführer und übernahm 2008 den Vorsitz des Vereins. Er erhielt die Ehrennadel in Silber seines Vereins und die Ehrennadel in Bronze des Behindertensportverbandes NRW. Von GW Amelsbüren erhielt er zudem die Ehrennadel in Gold, von der Schützenbruderschaft St. Sebastian das Ehrenkreuz in Gold am Bande. Sein Augenmerk galt immer und gilt auch nach wie vor den älteren und behinderten Menschen in Amelsbüren, um ihnen ihren Sport zu ermöglichen.

Wolfgang Schepers: Der 59-jährige Bankkaufmann Wolfgang Schepers gehört dem Vorstand im Fallschirmsportclub Münster seit 1987 an, seit 2002 ist er dessen Vorsitzender. Unter seiner Ägide haben sich die Mitgliederzahlen des Vereins ebenso verdoppelt wie die Zahl der Fallschirmsprünge, die vom Platz an der Bergstraße in Sendenhorst absolviert werden. Dass der Verein über ein 20-sitziges Cessna Grand Caravan 208 B verfügt, hat eine Menge mit seinem Engagement zu tun. Der Club gehört mittlerweile in die Top 15 der deutschen Sprungzentren. Auch im Prüfungsrat Deutschen Fallschirmsportverbandes ist er aktiv.

Dr. Ludger Schilgen: Der 83-Jährige Mediziner Dr. Ludger Schilgen hat sich mit großer Leidenschaft dem Radsport verschrieben – und später dem Behinderten-Sport Münster. Ein Radsport-Verrückter, Badischer Meister 1957, der auch mit gebrochenem Bein heimlich aus dem Krankenhaus entschwand, um das Sechs-Tage-Rennen in Münster zu verfolgen. Beim BSM führt er die Kontrollen der Sportgesundheitspässe und die Überprüfung der Sporttauglichkeit durch – auch seit über 30 Jahren. 2006 gab es die Vereinsnadel in Silber, 2011 die Treuenadel des Behindertensport-Verbandes NRW. Beim RSV Münster ist er Ehrenmitglied.

Jürgen Siekmann: Der 76-jährige Jürgen Siekmann war stellvertretender Schulleiter des Adolph-Kolping-Berufskollegs. Von 2006 bis 2007 erst Beiratsmitglied der TG Münster, von 2007 bis 2014 Vorstandsmitglied und seit 2014 fungiert er als Vorsitzender. 25 Jahre lang gehörte der SPD-Politiker dem Rat der Stadt an, sein Schwerpunkt war die Sportpolitik. Er war auch Vorsitzender des Sportausschusses. Dass die TG eine Dreifachsporthalle und eine hauptamtliche Geschäftsstelle erhielt, war auch sein Verdienst. Er ist ein Verfechter des gemeinwohlorientierten Sports mit subsidiärer Förderung durch Bund, Länder und Gemeinden.

By |2018-01-28T20:38:20+00:0028.01.2018|Ball des Sports|