Ehrenplakette des SSB2018-01-28T13:19:47+00:00

Ehrenplakette des SSB

Der Stadtsportbund Münster ehrt im Rahmen seines Ball des Sports 2018 sechs verdiente Mitarbeiter des Sports, die alle seit langen Jahren ehrenamtlich in ihren Vereinen tätig sind.

Verleihung der Ehrenplakette beim Ball des Sports 2018
Verleihung der Ehrenplakette beim Ball des Sports 2018
v.l.n.r.: Dr. Ludger Schilgen, Jürgen Siekmann, Wolfgang Schepers, Astrid Markmann, Prof. Günter Willmann (SSB), Jochen Temme (SSB), Johannes Möllers, Patrick Hasenkamp (AWM), Gisela Beerlage, Oberbürgermeister Markus Lewe

Sie erhalten mit der Sportehrenplakette die höchste Auszeichnung, die der Sport in Münster für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter zu vergeben hat und sind alle bereits von ihren Vereinen und Fachverbänden geehrt worden.

Alle zusammen weisen viele Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport in unserer Stadt auf.

Gisela Baarlage – Hünenburger Tennisclub Münster 1984 e. V.

Die 69-Jährige Gisela Baarlage war beruflich als Chefsekretärin tätig. Sie ist Mitbegründerin des Tennisvereins aus dem münsterischen Stadtteil Hiltrup.

Seit 1986 ist sie als Vorstandsmitglied für ihren HTC tätig, also mehr als drei Jahrzehnte. Insbesondere nach dem Neubau der stets top gepflegten Vereinsanlage an der Hünenburg hat sie sich um die 250 Neumitglieder gekümmert.  Bis heute ist ihr der persönliche Kontakt zu neuen Mitgliedern sehr wichtig.

Darüber gilt für sie das Sprichwort „Wer schreibt, der bleibt“. Denn Gisela Baarlage ist bereits als 27 Jahren als Schriftführerin des HTC aktiv. Sie arbeitet auf diese Weise akribisch dem Vorstand zu, versorgt aber auch die örtliche Presse mit Berichten und Fotos.

Der Vereinsvorstand beschreibt Gisela Baarlage als „Glücksfall für den HTC und einen sehr angenehmen Menschen, der gerne Verantwortung übernimmt und im Team mitwirkt, ohne sich profilieren zu wollen. Kurz gesagt: Sie ist die gute Seele des Vereins.“

Astrid Markmann – DJK SC Nienberge e.V.

Die 49-jährige gelernte Goldschmiedin ist seit 1974 Vereinsmitglied. In den letzten Jahrzehnten hat Astrid Markmann  sowohl auf Vereins-, wie auf  der DJK-Verbandsebene eine „ehrenamtliche Bilderbuchkarriere hingelegt“. Seit 2006 ist sie die Vorsitzende des großen Stadtteilvereins, der eine kommunale Sportanlage übernommen hat und außerdem über vielfältige vereinseigene Anlagen inklusive Sporthalle verfügt.

Sie trägt die Verantwortung für die Entwicklung des breiten Sportangebotes und die damit verbundene solide wirtschaftliche Lage des Vereins. Außerdem ist sie Übungs-leiterin im Kinderturnen, beim „Eltern-Kind-Turnen“, organisiert die jährliche Familien-skifreizeit des Vereins und das „Fit-Fun-Family-Programm“ im Winter. In Nienberge steht sie für die ‚Offene Ganztagsbetreuung‘ in den Sommerferien, ist Mitglied im ‚Sozialpäda-gogischen Arbeitskreis und  Ansprechpartnerin für „Neumitglieder/Freitagsfrauen“.

Über Münster hinaus ist sie seit 2008 als Vorsitzende des DJK-Bildungsausschusses auf Bundesebene und seit 2012 als Präsidentin des DJK-Landesverbandes NRW. aktiv. Den SSB Münster vertritt Astrid Markmann im ‚Präsidialausschusses Breitensport‘ im LSB NRW. Ausgezeichnet wurde sie u. a. 2001 mit dem NRW-Preis „Mädchen und Frauen im Sport“ des LSB NRW; 2004 mit dem Ehrenzeichen des DJK-Verbandes in Gold, 2009 mit dem ‚Gleichstellungspreis des DOSB‘ und 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz.

Johannes Möllers – Behinderten-Sportgemeinschaft Amelsbüren e.V.

Der 77-jährige Rentner ist seit 1993 Mitglied des Vereins aus dem Süden der Stadt. Er war lange Jahre Beisitzer und Schriftführer und übernahm im Jahr 2008 den Vorsitz des Vereins. Johannes Möllers erhielt die ‚Ehrennadel in Silber‘ des Vereins und die ‚Ehrennadel in Bronze‘ des Behindertensportverbandes NRW.

Von der DJK GW Amelsbüren, dessen Fußballobmann und Kassenprüfer er lange Jahre war, erhielt er die „Ehrennadel in Gold“ und von der Schützenbruderschaft St. Sebastian das „Ehrenkreuz in Gold am Bande“.

Sein Augenmerk galt immer den älteren und behinderten Menschen in Amelsbüren, um ihnen ihren Sport zu ermöglichen. Die Angebote der BSG sind vielfältig und reichen von Gymnastik über Wasser- und Wirbelsäulengymnastik bis hin zum Seniorentanz. Für seinen unermüdlichen und außergewöhnlichen Einsatz für den Sport in Amelsbüren erhält Johannes Möllers heute die SSB-Friedensreiterplakette.

Wolfgang Schepers – Fallschirmsportclub Münster e.V.

Der 59-jährige Bankkaufmann gehört dem Vorstand des Vereins seit 1987 an. Im Jahr 2002 wurde er dessen Vorsitzender. Während der Ägide von Wolfgang Schepers haben sich die Mitgliederzahlen des Vereins ebenso verdoppelt wir die Zahl der Fallschirmsprünge, die vom Platz an der Bergstraße in Sendenhorst absolviert werden.

Mittlerweile verfügt der Verein über ein 20-sitziges Flugzeug, eine Cessna Grand Caravan 208B. Für diese wichtige Anschaffung hat Wolfgang Schepers maßgeblich gesorgt hat, u.a. auch durch den Einsatz persönlicher Mittel.

Unter seinem Vorsitz avancierte der Verein zu einem der 15 größten Sprungzentren in Deutschland. Außerdem ist er ‚Tandemmaster‘, Fallschirmwart und im Prüfungsrat des Deutschen Fallschirmsportverbandes aktiv. Er ist ein Mensch, der gerne im Interesse der Sache arbeitet, ohne dafür belohnt werden zu müssen. Deshalb hat er sich die heutige Ehrung wahrlich „verdient“.

Dr. Ludger Schilgen – Behinderten-Sport Münster e.V.

Der 83-Jährige Mediziner hat sich seit vielen Jahrzehnten mit großer Leidenschaft dem Radsport verschrieben. So war er bereits im Jahr 1957 Badischer Meister. Von seiner Radsportbegeisterung zeugt die Anekdote, dass er als junger Mann mit gebrochenem Bein heimlich aus Krücken aus dem Krankenhaus entschwand, um das Sechs-Tage-Rennen in Münster zu verfolgen.

Aufgrund seiner vielfältigen Tätigkeiten im Radsportverein Münster wurde Dr. Ludger Schilgen bereits zum Ehrenmitglied dieses Vereins ernannt, auch wenn es ihm stets lieb war, im Hintergrund zu arbeiten und nicht im Rampenlicht zu stehen.  Dies tat und tut er auch beim BSM – Behinderten-Sport Münster.

Dem Verein steht er stets mit Rat und Tat zur Seite. Er erfüllt eine wichtige Funktion, indem er die erforderlichen Kontrollen der Sportgesundheitspässe und die Überprüfung der Sporttauglichkeit durchführt, und dies seit mehr als 30 Jahren.

Im Jahr 2006 erhielt er die Vereinsnadel in Silber und 2011 die Treuenadel des Behinderten- und Rehasport-Verbandes NRW. Zwischenzeitlich war er auch für Dopingkontrollen bei diversen Radsportveranstaltungen zuständig. Dr. Ludger Schilgen hat sich um den Sport in unserer Stadt sehr verdient gemacht hat.

Jürgen Siekmann – Turngemeinde Münster von 1862 e.V.

Der heute 76-Jährige Jürgen Siekmann war bis zu seiner Pensionierung stellvertretender Schulleiter des Adolph-Kolping-Berufskollegs. Von 2006 bis 2007 war er Mitglied des Beirates der TG Münster, von 2007 bis 2014 Mitglied des Vorstandes und seit 2014 fungiert  er als Vorsitzender des Traditionsvereins.

25 Jahre lang gehörte der SPD-Politiker dem Rat der Stadt Münster an, wo er insbesondere in der Sportpolitik Akzente setzte, als langjähriges Mitglied und als Vorsitzender des Sportausschusses. Auch für den USC Münster war er engagiert.

Als stellvertretender Schulleiter war Jürgen Siekmann am Zustandekommen der neuen Heimat der TG Münster an der Lotharinger Straße, einer Dreifachsporthalle mit Gymnastiksaal und Geschäftsstelle, maßgeblich beteiligt. Auch die Schaffung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle ist mit auf ihn zurück zu führen. Dass er heute an der ehrenamtlichen Spitze des Vereins steht, ist da fast schon folgerichtig. Seine Wegbegleiter bei der TG stellen fest:  „Ohne Jürgen Siekmann wäre die TGM nicht da, wo sie heute steht.“ Er ist ein intensiver Verfechter des gemeinwohlorientierten Sports mit subsidiärer Förderung durch Bund, Länder und Gemeinden.