Good Governance im Blick

Seit einigen Jahren beschäftigt man sich im organisierten Sport zunehmend mit dem Thema Good Governance. Mögen Anlass und Anstoß, das Thema auf die Agenda der Vereinsvorstände zu nehmen, unterschiedlichen Ursprungs sein. Fest steht, es lohnt sich in jedem Fall!

Die Ausrichtung der Vereinspolitik nach den zentralen Prinzipien der Good GovernanceIntegrität, Verantwortlichkeit und Rechtschaffenheitspflicht, Partizipation sowie Transparenz  –  und die Beschäftigung mit der Materie durch die Formulierung von Grundsätzen der guten Verbandsführung (GdgV) ist auch ein Aspekt der Zielvereinbarung des Landes NRW mit dem Landessportbund NRW. Dort heißt es: „Verantwortliche Führung und Transparenz müssen Grundlage des organisierten Sportes sein, wenn dieser sein Wertepotenzial ausschöpfen will.“

Auch der Stadtsportbund Münster (SSB Münster) wird sich mit dem Thema Good Governance  befassen. Erstes deutliches Zeichen ist der vom Geschäftsführenden Vorstand beschlossene Ethik-Code, der auf unserer Homepage einsehbar ist.

Zeitnah will sich der SSB Münster im Rahmen seiner bisherigen, regulierten Strukturen einen reformierten Ordnungsrahmen geben, aus dem klare und nachvollziehbare Zuordnungen von Aufgaben und Kompetenzen der handelnden Person ersichtlich sind. Dabei soll ein effektives Controlling die Rechtschaffenheitspflicht gegenüber Externen und Mitgliedern unterstützen.

Wir müssen uns nicht neu erfinden, aber wir nutzen jetzt die Gelegenheit, um Satzung, Ordnungen und Regularien zu überarbeiten. Diese werden mit Ehrenamt und Hauptamt abgestimmt sowie den Mitgliedern des SSB Münster vorgestellt und für die Mitgliederversammlung zur Verabschiedung soweit nötig vorbereitet. Die Grundsätze der guten Vereinsführung für den Stadtsportbund Münster werden formuliert. Der Vorstand des SSB Münster möchte hier ein Vorbild für die Mitgliedsorganisationen in Münster sein

In einer zunehmend digitalisierten Wirklichkeit ist das Prinzip der Transparenz gut umsetzbar. Unsere neue Homepage bietet sich als Plattform für die transparente Veröffentlichung aller vereinsrelevanten Regeln und Positionen an. Wir bieten somit den einfachen Zugang zu wichtigen, vereinsrelevanten Schriftsätzen an.

Der Vorstand verpflichtet sich, sein Handeln nachvollziehbar darzustellen und Entscheidungen verständlich zu begründen. Interessenskonflikte handelnder Personen sollen kenntlich gemacht und somit ausgeschlossen werden. Des Weiteren bemüht sich der Vorstand des SSB um die angemessene Beteiligung aller Mitglieder und externer Anspruchsgruppen durch die aktive Einbindung und Ermöglichung der Mitarbeit in Arbeitskreisen und Arbeitsgemeinschaften zur Erarbeitung von Querschnittsaufgaben und gesellschaftlichen Handlungsfeldern im Sport in Münster.

Wir verstehen Good Governance und die Formulierung der Grundsätze der guten Verbandsführung als Herausforderung. Diese begreifen wir als einen Prozess der Veränderung innerhalb unserer Organisation. Die aktive Umsetzung neuer Werte, die der allgemeine gesellschaftliche Wandel auch in der Stadt Münster für den organisierten Sport mitbringt, setzen wir uns zum ehrgeizigen Ziel.  Claudia Aßkamp

Ausgezeichnetes Engagement

Die Sporthelfer-Ausbildung ist im Unterricht der Gesamtschule Münster Mitte fest verankert. Bereits seit vier Jahren können Interessierte im Rahmen einer wöchentlichen Doppelstunde beispielsweise Theorie und Praxis der Trainingsgestaltung kennen lernen. Weitere Themen der Sporthelfer-Ausbildung sind zudem Koordination und Motorik sowie der Umgang mit Kindern. Aber auch neue und interessante Trendsportarten werden präsentiert.

Ein abwechslungsreiches Angebot, dass die Sporthelfer stets auch im Schulalltag anwenden. So stehen für die Pausengestaltung Spiele und Bälle zur Verfügung. Und auch für die Gestaltung der freien Zeit machen die Sporthelfer stets auch Vorschläge. Dabei organisieren sie etwa eine Fußball-Pausenliga für die Stufen fünf und sechs. Die kicken in den Mittagspausen um den schulinternen Meistertitel. Beliebt ist auch der Wettstreit der GMM-Warriors. Dabei bauen die Sporthelfer in der Sporthalle anspruchsvolle Parcours auf, die Viererteams aus unterschiedlichen Klassen in Angriff nehmen. Den Siegern winkt dabei ein Wandertag.

Das Engagement der Gesamtschule Münster Mitte kommt nicht nur bei der eigenen Schülerschaft an. Rund 60 Schülerinnen und Schüler sind aktiv dabei und sorgen für abwechslungsreiche Pausengestaltung. Auch die Sportjugend im Stadtsportbund Münster freut sich über die Einbindung der Ausbildung in Unterricht und Schulalltag. Und so überreichten Vanessa Prange und Thomas Lammers jetzt einen Ballsack mit einer umfangreichen Auswahl an Werner Schöpker, den stellvertretenden Schulleiter, die verantwortlichen Sportlehrer Heike König und Tobias Wardemann sowie die engagierten Schülerinnen und Schüler. Die freuten sich sehr über zusätzliches Spielgerät für ihre Pausenprogramme. Zudem gab´s noch zusätzlichen Input: „Toto“ Lammers erzählte der Runde über den organisierten Sport in Münster.

Erste Reha-Ausbildung Orthopädie in Münster

Kürzlich ging die erste Orthopädie-Ausbildung in Münster zu Ende. Mit einem sehr guten Ergebnis: alle beteiligten Übungsleitungen haben diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Eine sehr wissbegierige Lehrgangsgruppe setzte sich an fünf Wochenenden in Theorie und Praxis mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern auseinander. Durchaus eine Herausforderung: unter anderem Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenkschäden, Gelenkersatz, Morbus Bechterew sowie der Sport in der Krebsnachsorge waren Inhalt der Qualifizierung. Neben dem Grundwissen bezüglich der Erkrankungen ging es in der Ausbildung auch um deren Auswirkungen auf die medizinische sowie psychosoziale Ausgangssituation der Betroffenen.

Die Sportvereine können sich auf gut qualifizierte und motivierte Übungsleitungen für ihre Rehasportgruppen freuen, die den betroffenen Menschen zu neuem Selbstvertrauen und zu neuer Lebensfreude verhelfen.

Am 13. April startet das nächste Basismodul Rehabilitation, das nächste Aufbaumodul Profil Orthopädie beginnt am 4. Mai. Für beide Lehrgänge sind aktuell noch Plätze frei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sportbildungswerk-ms.de

Planungsstart für Inklusives Sportfest

„Gemeinsam stark in Münster – Inklusives Sportfest für die ganze Familie“ – unter diesem Motto ist im Sommer eine große Veranstaltung in der Domstadt geplant. Zu einem ersten Vorbereitungstreffen kamen jetzt zahlreiche interessierte Vereine, Institutionen und Verbände zusammen. Dabei stellten Gerwin-Lutz Reinink und Jörg Verhoeven als Vertreter der Initiatoren nordrhein-westfälische Staatskanzlei, Stadtsportbund Münster, Hochschulsport und Westfälischer Wilhelms-Universität die Idee und die räumlichen Möglichkeiten vor. Die sind vielfältig auf dem Sportcampus am Horstmarer Landweg, der den idealen Rahmen für ein umfangreiches Programm bietet.

Denn beim Inklusiven Sportfest für die ganze Familie soll ein vielfältiges Bild von den inklusiven Möglichkeiten in Münster gezeichnet werden. Besucherinnen und Besucher sollen dabei die Möglichkeit erhalten, sich aktiv an einem abwechslungsreichen sportlichen und spielerischen Angebot zu beteiligen und über sich die vielfältigen inklusiven Möglichkeiten in der Stadt zu informieren. Zahlreiche engagierte Aktive brachten bereits beim ersten Zusammenkommen viele Ideen ein.

Das nächste Treffen findet am Montag, 25. Februar, um 18.30 Uhr beim Stadtsportbund am Mauritz-Lindenweg 95 in Münster statt. Interessierte Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Vereine, Verbände, Institutionen und alle in diesem Bereich Aktive sind dazu herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zu „Gemeinsam stark in Münster – Inklusives Sportfest für die ganze Familie“ gibt es bei Kathrin Dette in der Geschäftsstelle des Stadtsportbund Münster (kathrin.dette@stadtsportbund-ms.de).

Deutlich mehr Geld für den organsierten Sport

In den nächsten vier Jahren stellt die Stadt Münster dem organisierten Sport in der Stadt deutlich mehr Fördermittel zur Verfügung: Die Stadtverwaltung und der Stadtsportbund Münster (SSB) als Dachverband aller 200 münsterischen Sportvereine haben jetzt einen neuen Vertrag zur Übertragung von Sportfördermitteln geschlossen. Er sieht, wie vom Stadtrat beschlossen, eine stufenweise Erhöhung der städtischen Fördermittel auf bis zu 650.000 Euro pro Jahr vor.

„Für unsere Mitgliedsvereine ist das nicht nur ein überaus positives Signal der Wertschätzung ihrer Arbeit. Es wird sie auch bei ihren Aktivitäten im Breiten- und Leistungssport deutlich unterschützen“, freut sich der SSB-Vorsitzende Michael Schmitz. Sportdezernentin Cornelia Wilkens stellt heraus: „Wir freuen uns sehr über die weitere Fortsetzung der Zusammenarbeit, die sich aus Sicht aller Beteiligten außerordentlich bewährt hat.“

Seit Juli 1994 überträgt die Stadt Münster Sportfördermittel an den SSB. Die Gesamtsumme, die auch einen Personalkostenzuschuss beinhaltet, wurde allerdings trotz stetig steigender Mitgliederzahlen in den Sportvereinen seit 1994 so gut wie nicht dynamisiert und lag zuletzt bei 355.000 Euro pro Jahr. Durch den neuen Vertrag wächst der Sportfördertopf auf 500.000 Euro im Jahr 2019, 550.000 Euro im Jahr 2020, 600.000 Euro im Jahr 2021 und 650.000 Euro im Jahr 2022. „Wir sind sehr froh über den Ratsbeschluss vom Dezember 2018, der die Grundlage für diese deutliche Erhöhung geschaffen hat“, betonen Wilkens und Schmitz.

Aus den Verträgen und mit den übertragenen städtischen Mitteln förderte der SSB mit eigener Richtlinienkompetenz den Breitensport durch Zuschüsse (per sogenannter Grundförderung), abhängig von den Mitgliederzahlen der Vereine und dem Erreichen einer Jugendquote von mindestens 20 Prozent. Außerdem wird der Leistungssport in den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannten Sportarten durch die anteilige Übernahme von Fahrtkosten zu auswärtigen Wettkämpfen und Meisterschaften, im Behindertensport auch von Fahrtkosten innerhalb von Münster, Schiedsrichterkosten sowie weiteren Wettkampfkosten (Start- und Nenngelder etc.) gefördert. Weitere Fördermittel werden über die Sportjugend für Projekte zur außersportlichen Jugendarbeit in den Sportvereinen bereitgestellt.

Mit ihrer Unterschrift besiegelten Sportdezernentin Cornelia Wilkens und Sportamtsleiter Michael Willnath (unser Bild, vorn) sehr zur Freude von Michael Schmitz und Roland Wischermann (unser Bild, hinten von links) aus dem Vorstand des Stadtsportbundes Münster die Erhöhung der Fördermittel für den Sport in Münster.

25 Teilnehmende meisterten die Sporthelfer-Ausbildung

Kleines Jubiläum bei der Sporthelfer-Ausbildung in Münster. Schon zum fünften Mal in Folge eröffnete die Sportjugend im Stadtsportbund Münster das neue Jahr mit einem Sporthelfer-Kompaktkurs in der Sporthalle der TG. 25 Teilnehmende lernten an sieben Tagen vieles über die Gestaltung von Übungseinheiten. Und auch die Praxis kam nicht zu kurz: Zum Abschluss gestalteten die Teilnehmenden das sonntägliche Sporteln in der Turnhalle in eigener Verantwortung.

Umfangreich waren die Inhalte der Ausbildung. So wurden Theorie und Praxis der Trainingsgestaltung intensiv vom Team mit Sina Hofmayer, Thomas „Toto“ Lammers und Hospitantin Jana Winkeljann erläutert. Weitere Themen der Sporthelfer-Ausbildung waren beispielsweise Koordination und Motorik sowie der Umgang mit Kindern. Zudem lernten die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 16 Jahren auch neue und interessante Trendsportarten wie etwa Kinball intensiv kennen.

Ein abwechslungsreiches Programm, das den Unterricht wie im Fluge vergehen ließ. „Die Tage sind schnell rumgegangen“, freute sich Nele. Und das sicherlich auch, da die Kursleitung verstand Inhalte „ganz interessant auch bei der Theorie“ zu vermitteln, wie Pepe sagte. „Voll cool“ fand Celina die Ausbildung, weil es viele neue Spiele zu entdecken gab. Gut kamen aber durchaus auch ernstere Themen an, wie die beiden Chiaras betonten: Sie hatten in den vergangenen Tagen auch gelernt, worauf es in punkto Sicherheit zu achten gilt und was zu tun ist, „wenn etwas passiert“.

Die Ausbildung zum Sporthelfer ist der Einstieg in die Trainertätigkeit. Die Kurse werden auch für die Übungsleiter-C-Ausbildung anerkannt. Am 30. Mai bis zum 2. Juni findet der nächste Lehrgang in Münster statt. Weitere Informationen gibt´s bei Thomas Lammers per Mail an thomas.lammers@stadtsportbund-ms.de.

Rekordbesuch beim Ball des Sports erwartet

Das hat es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben: Zum Ball des Sports erwartet der Stadtsportbund Münster am Samstag, 26. Januar 2019, über 1500 Gäste im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland; das sind fast 200 Gäste mehr als im Vorjahr.

Inzwischen sind sämtliche Karten für die Tische im Innenraum der Halle vergriffen, und auch die Plätze auf dem Rang füllen sich nach und nach. Der Vorverkauf für die Veranstaltung ist bestens gelaufen, das Interesse aber weiterhin hoch. Deshalb bietet der Stadtsportbund Münster als Veranstalter am Samstag erstmals wieder eine Abendkasse an. Vor Ort können dann Kartenrückläufer neu vergeben und Tickets für den Rang erworben werden. Die Kasse öffnet um 18.30 Uhr zeitgleich mit dem Einlass. Der 49. Ball des Sports beginnt um 19.30 Uhr.

Beim Ball des Sports dürfen sich die Zuschauer auf atemberaubende Show-Acts und ein gleichermaßen Ball- und Party-taugliches Musikprogramm freuen. Wichtiger und beliebter Programmpunkt ist stets die Ehrung der erfolgreichsten münsterischen Sportlerinnen und Sportler und die Auszeichnung verdienter Ehrenamtler mit der Friedensreiter-Plakette des veranstaltenden Stadtsportbundes.

KOMM-AN-Mittel jetzt beantragen

Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements für Neuzugewanderte

“KOMM-AN NRW” ist ein Landesprogramm, das bürgerschaftliches Engagement für Neuzugewanderte unterstützt. Der Stadt Münster stehen für das Jahr 2019 wie in den drei Vorjahren insgesamt 115.790 Euro zur Verfügung. Wer davon profitieren möchte, sollte sich beeilen: Noch bis zum 31. Januar können Initiativen, Vereine, Träger und Glaubensgemeinschaften in Münster finanzielle Unterstützung für ihren ehrenamtlichen Einsatz beantragen.

Das Programm berücksichtigt wie im vergangenen Jahr vier Bereiche:
Baustein A: Renovierung, Ausstattung und Betrieb von Ankommens-Treffpunkten für Neuzugewanderte
Baustein B: Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und Begleitung sowie die Koordination von Ehrenamtlichen
Baustein C: “Informations- und Wissensvermittlung” wie die Herstellung, Überarbeitung und auch die Übersetzung von Print- und Online-Veröffentlichungen
Baustein D: Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen und Austausch der Ehrenamtlichen untereinander.

Durch die finanzielle Unterstützung entstanden bereits viele interessante Angebote wie Ankommens-Treffpunkte, Sprachkurse, Fahrradwerkstätten, Handarbeits-Cafés, Verkehrssicherheitsschulungen, Informationsveranstaltungen zur Gesellschaftsstruktur, Männer- und Frauengruppen und Qualifizierungen für Ehrenamtliche. Beispiele für förderfähige Maßnahmen bietet diese Zusammenstellung.

Weitere Auskünfte und Antragsformulare gibt es bei Susanne Jostameling, Tel. 4 92 70 87, Jostameling@stadt-muenster.de.