Ambulante Herzgruppen: Ein Programm mit Zukunft
Über 2000 ambulante Herzgruppen gibt es mittlerweile in Nordrhein-Westfalen. Damit ist das Ende der '70er Jahre initiierte Projekt "Sport in der Herzinfarkt-Rehabilitation" eines der erfolgreichsten in der Sportentwicklung des Landes. In den Herzgruppen findet man mittlerweile nicht mehr nur Teilnehmer nach einem Herzinfarkt, sondern auch solche nach Bypass- oder Herzklappenoperationen und anderen Herzerkrankungen.
Herzgruppen stehen am Ende der Rehabilitationskette für Herzpatienten. Nach dem Akutkrankenhaus werden die Patienten in einer Rehabilitationsklinik soweit wieder aufgebaut, daß sie ihr Leben - den veränderten Umständen angepaßt - wieder meistern können. Sie sollten gelernt haben, den neuen Lebensstil zu akzeptieren, ohne ein Übermaß an Genußmitteln und mit viel Bewegung.
Um solche Verhaltensweisen zu stabilisieren, sind u.a. ambulante Herzgruppen am Wohnort der Patienten dringend notwendig. Sie leisten daher mehr als das Bereitstellen eines adäquaten Bewegungsangebotes. Sie bieten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und psychosozialen Halt und Sicherheit zu vermitteln.
In sogenannten Übungsgruppen für gering belastbare Teilnehmer, in Trainingsgruppen für noch relativ gut belastbare Teilnehmer oder auch in gemischten Gruppen, treffen sich die Mitglieder regelmäßig zum Sporttreiben, das von einem/r speziell ausgebildeten Übungsleiter/in geleitet und von einem Herzgruppenarzt / ärztin betreut wird.
Zu den Angeboten der Herzgruppen gehören vielfach auch begleitende Informationsveranstaltungen.
Die Gruppen finanzieren sich durch einen geringen Mitgliedsbeitrag sowie die Erstattungen der Krankenkassen. Darüber hinaus bezuschußt das Kultusministerium die für den Übungsbetrieb notwendige Notfallausrüstung und gewährt eine Starthilfe für neu gegründete Gruppen.
PDF-Datei: Koronar-Sportgruppen
Stand: März 2008
Weitere Informationen hierzu auch beim LSB NRW unter www.wir-im-sport.de
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