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Seniorensport / SeniorentanzWer rastet, der rostet ! Allgemeines zum Sport der Älteren In nächster Zukunft werden für die Bevölkerungsentwicklung erhebliche Verschiebungen prognostiziert. Der Anteil der über 60-Jährigen wird von heute knapp 20% in den nächsten Jahren auf rund 36% ansteigen. Gleichzeitig wird der Anteil der unter 20-Jährigen von heute knapp 20% auf unter 17% sinken. Zudem wird die Lebenserwartung der Menschen immer weiter steigen. Dies macht es heute schon erforderlich, Neueinsteigern und sportlich Aktiven Motive und Handlungsanreize zu regelmäßiger sportlicher Betätigung aufzuzeigen. Diese müssen sowohl Neigungen und Interessen, als auch die individuelle Leistungsbereitschaft und -fähigkeit berücksichtigen. Denn obwohl auch heute noch der Sport teilweise als Privileg der Jugend und als Bestandteil der Jugendkultur verstanden wird, steigt das Bewusstsein im Hinblick auf die Bedeutung des Sports gerade für ältere Menschen. Es gilt heute als bewiesen, dass neben einer gesunden Ernährung sportliche Bewegung die einzige Möglichkeit darstellt, einer vorzeitigen Alterung vorzubeugen. Es spricht sehr viel für eine bewegte Lebensgestaltung in fortschreitendem Alter und für einen Einstieg ist es eigentlich nie zu spät, auch wenn die letzte eigene Sporterfahrung Jahre zurückliegt. Ein Check-up durch den Hausarzt sollte absichern, dass keine akute Erkrankung vorliegt oder ein ausdrückliches Sportverbot ausgesprochen werden muss -und dann kann es losgehen. Der Stadtsportbund Münster e. V. kann Interessierten Auskunft geben, in welchen Vereinen im Wohnumfeld die beschriebenen Angebote existieren und entsprechende Ansprechpartner vermitteln. Sport ist machbar, immer Egal ob Neueinsteiger, Wiederbeginner oder langjährig Sporttreibender - durch namhafte wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass sowohl die physische als auch die psychische Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter durch regelmäßige sportliche Betätigung auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten werden kann. Die günstigen Einwirkungsmöglichkeiten durch Bewegung, Sport und Spiel auf den Organismus behalten auch im Sport der Älteren grundsätzlich ihre Gültigkeit: im physischen Bereich führt regelmäßige körperliche Betätigung zu Funktionsverbesserung des Herz-, Kreislauf-, Atmungssystems sowie des aktiven und passiven Bewegungsapparates (Muskeln, Bänder, Gelenke, Knochen). Konditionelle Fähigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit werden verbessert. Dabei hilft regelmäßige körperliche Bewegung die verschiedenen Bewegungsmangelkrankheiten (Koronarinsuffizienz, Rückenprobleme, Gelenkerkrankungen) vermeiden und bildet durch die Verbesserung der Immunabwehr zugleich eine wichtige Vorbeugemaßnahme gegen Krankheiten. Desweiteren können auch die Geschicklichkeit, das Gleichgewicht und die Reaktionsfähigkeit durch spielerisches Üben geschult werden - koordinative Fähigkeiten, die im Alltag von wichtiger Bedeutung sind. So wird die Kraft z. B. für das Tragen von Einkaufstaschen oder von Haushaltsgegenständen benötigt, die Ausdauer zum Treppensteigen oder zur Bewältigung längerer Wegstrecken, die Beweglichkeit beim An- und Auskleiden und die Koordination, z. B. beim Schuhezubinden. Somit verbessert die körperliche Fitness zugleich die Fähigkeit, sich selbständig zu versorgen und seine Unabhängigkeit zu erhalten. Gleichzeitig wird das Unfallrisiko sowohl im Haushalt wie auch im Straßenverkehr herabgesetzt. Qualifizierte Übungsleiter/-innen Der SSB Münster stellt sich der Aufgabe. So ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die Angebote für ältere Menschen in den Sportvereinen auszubauen. Das Augenmerk aller Aktivitäten ist dabei auf den qualifizierten Aufbau gelegt. Um die positiven Effekte des Sporttreibens erreichen zu können, bedarf es eines fundierten Wissens auf Seiten der ÜbungsleiterInnen, die die Seniorensportgruppen in unseren Vereinen betreuen. Aus diesem Grund wurden spezielle Qualifizierungsmaßnahmen entwickelt und werden permanent aktualisiert. Soziale Einbindung Neben der Gesundheit ist vor allem die soziale Situation der Älteren die, die über Zufriedenheit und Wohlbefinden entscheidet. Deshalb spielt die Förderung von Geselligkeit, von sozialen Kontakten und Gemeinschaftserlebnissen im Sport eine wichtige Rolle. Denn ältere Menschen fühlen sich nach Tod des Ehepartners oder Freunden einsam und isoliert. Kommunikation in der Gruppe kann ein Zugehörigkeitsgefühl entstehen lassen, so dass der Senior eine Rolle im sozialen Gefüge einnehmen und Kontakte pflegen kann. Durch das Medium Sport wird somit die Verbesserung bzw. die Erhaltung der Lebensqualität unterstützt. Der SSB Münster und seine Vereine sehen ihre Aufgabe in der Seniorenarbeit nicht isoliert auf den Sport begrenzt. Neben den regelmäßigen Übungsstunden stehen außersportliche Aktivitäten wie der Besuch kultureller Veranstaltungen, gemeinsame Reisen, Klöntreffs und gemütliches Beisammensein auf dem Veranstaltungskalender in den Jahresplanungen. Wie es weiter geht Trotz all dieser positiven Ergebnisse steht jedoch auch fest: Nur 10% der 60-jährigen Bürger unseres Landes sind in Sportvereinen aktiv. Im SSB Münster sind dies 8,5%. Es ist eben noch nicht gelungen, die Hemmschwellen für eine Kontaktaufnahme mit den Sportvereinen abzubauen. Bereits das Jahr 1999 wurde als Internationales Jahr der Senioren ausgerufen. Mit weiteren Aktionsjahren wollen LSB und SSB erneut Menschen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit näher bringen, was Bewegung, Spiel und Sport im Sportverein alles beinhaltet. LSB und SSB wollen dabei Sportvereinen, die bisher eine gezielte Ansprache und entsprechende Angebote noch nicht realisiert haben, Hilfestellungen beim Aufbau geben. Dazu wurden einige Rahmenbedingungen geschaffen:
Die breite Angebotspalette des Seniorensports Natürlich reduziert sich auf Grund der geringeren körperlichen Belastbarkeit im Alter die Auswahl an für Senioren geeigneten Sportarten: Die Bewegungsformen sollten besonders für Neueinsteiger bzw. Wiederbeginner wenig anstrengend (weniger als Langstreckenlauf) sowie ungefährlicher sein (kein Rugby).
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